Warum gute Vorsätze eher schlecht sind
- alexzill
- 8. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Jedes Jahr das gleiche Ritual: Ein neues Jahr beginnt – und mit ihm eine lange Liste guter Vorsätze. Mehr Sport, gesünder essen, weniger Stress, mehr Erfolg, mehr Zeit für sich selbst. Anfang Januar sind Motivation und Hoffnung groß. Doch schon nach wenigen Wochen sind viele Vorsätze vergessen.
Die entscheidende Frage ist also nicht: Warum halten Menschen ihre guten Vorsätze nicht ein? Sondern: Warum funktionieren gute Vorsätze grundsätzlich so schlecht?
1. Gute Vorsätze setzen am falschen Punkt an
Gute Vorsätze fokussieren sich meist auf das Verhalten, nicht auf die Ursache.„Ich will disziplinierter sein“, „Ich will weniger prokrastinieren“, „Ich will früher aufstehen“.
Doch Verhalten ist immer das Ergebnis innerer Muster: Überzeugungen, Gewohnheiten, Emotionen und unbewusste Bedürfnisse. Wer versucht, nur das sichtbare Verhalten zu ändern, arbeitet gegen sich selbst – statt mit sich.
➡️ Nachhaltige Veränderung beginnt innen, nicht außen.
2. Vorsätze entstehen oft aus Mangel – nicht aus Klarheit
Viele Vorsätze basieren auf Selbstkritik:
„Ich bin nicht gut genug.“
„Ich müsste anders sein.“
„So wie ich bin, reicht es nicht.“
Veränderung aus Druck, Schuld oder Unzufriedenheit kostet enorm viel Energie. Kein Wunder also, dass sie selten lange durchgehalten wird.
👉 Echte Entwicklung entsteht aus Selbstannahme – nicht aus Selbstoptimierung.
3. Gute Vorsätze sind zu groß und zu unkonkret
„Mehr Sport“, „mehr Gelassenheit“, „erfolgreicher sein“ – das klingt gut, ist aber schwer greifbar. Unser Gehirn braucht Klarheit und machbare Schritte. Fehlen diese, entsteht schnell Überforderung. Die Motivation sinkt, Frustration entsteht.
➡️ Der innere Dialog wird härter, nicht hilfreicher.
4. Der richtige Zeitpunkt wird überschätzt
Der Jahreswechsel suggeriert: Jetzt ist alles möglich.Doch Veränderung folgt keinem Kalender. Sie beginnt, wenn innere Bereitschaft da ist – nicht am 1. Januar.
Oft ist es hilfreicher, innezuhalten und ehrlich zu fragen:
Was passt nicht mehr zu mir?
Was halte ich nur aus Gewohnheit aufrecht?
Was darf sich verändern, damit mein Leben stimmiger wird?
5. Was stattdessen wirklich wirkt
Statt guter Vorsätze braucht es:
Selbstreflexion statt Selbstdisziplin
innere Klarheit statt äußerer Erwartungen
kleine, nachhaltige Schritte statt radikaler Umbrüche
Verständnis für sich selbst statt ständiger Bewertung
Coaching bedeutet nicht, sich neu zu erfinden.Es bedeutet, sich selbst besser zu verstehen – und auf dieser Basis bewusste Entscheidungen zu treffen.
Fazit: Weniger Vorsätze – mehr echte Veränderung
Vielleicht ist die wichtigste Frage nicht:
Was will ich mir vornehmen?
Sondern:
Was möchte sich in meinem Leben wirklich verändern – und warum?
Dein nächster Schritt
Wenn du merkst, dass dich gute Vorsätze eher unter Druck setzen als weiterbringen, bist du damit nicht allein. Veränderung muss nicht anstrengend sein – sie darf klar, ehrlich und machbar sein.
👉 In einem Coaching-Gespräch schauen wir gemeinsam auf das, was dich aktuell bewegt – ohne Vorsätze, ohne Druck, dafür mit Klarheit und Tiefe.
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